Zeit für Hirse

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Ich habe neulich nachgerechnet, und tatsächlich, ich esse jetzt seit drei Jahren vegan und fühle mich immer wieder gut damit. Trotzdem würde ich diese Ernährungsform nie jemanden „weiterempfehlen“, denn es ist aus meiner Sicht zwar wichtig, die Auswüchse der Massentierhaltung zu bekämpfen, aber wenn es um gesunde Ernährung geht, ist vegan nicht besser oder schlechter als die sog. Mischkost, es kommt eher darauf an, wie man es macht, welche Lebensmittel-im wahrsten Sinne des Wortes-man auswählt, und dass man möglichst viel Gemüse in sich reinbringt. Denn Gemüse ist das einzige, worin sich alle Ernährungswissenschaftler wie „User“ einig sind, Gemüse ist gesund! 

Und Veganer essen nur gesund, wenn sie auf eine ausreichende und ausgewogene Vitalstoffzufuhr achten…und wer da behauptet, das sei ja easy, hat, sorry, nicht so wirklich Ahnung, wie man es des öfteren in YouTubeFilmchen sehen kann, wo hauptsächlich Bananen in Massen, Datteln und exotische Früchte konsumiert werden. Auch ist viel Rohkost gesund, aber nur roh, vorallem in nördlichen Breitengraden und im Winter, ist normalerweise nicht nötig.

Ich liebe z.B. bei Schneewetter, wie heute, auch mal einen warmen Hirsebrei, ohne Zucker schnell selbst gekocht, das ist kein Hexenwerk und läuft nebenbei, genau wie ins Müsli oder den Frischkornbrei kann man alle Obstsorten reingeben, aber auch mal herzhaftes Gemüse oder Sprossen, mit Zimt oder Kurkuma gewürzt-lecker, und um meine Eisen-& Kieselsäureversorgung brauche ich mir keine großen Gedanken mehr zu machen. Es darf dann auch gerne Banane rein.

Oder je nach weiteren Vitalstoffbedürfnissen: mal Leinsamen, mal Chia, ein paar Cranberries oder oder…damit es nicht zu trocken wird, einfach mit wenig mehr als der doppelten Menge Wasser kochen, oder in Pflanzendrinks wie Nuss“milch“, auch ein Löffelchen hochwertiger Kakao ist keine Sünde, oder einen Löffel Kokosöl unterrühren…bei herzhaftem Brei passt auch ein bisschen Leinöl gut. (Schmeckt vorallem bitter, wenn es nicht frisch ist, deshalb immer aus guten Quellen in kleinen Fläschchen kaufen.)

Hirse ist übrigens nicht nur das älteste, sondern auch das mineralstoffreichste Getreide überhaupt, glutenfrei und nicht säurebildend. Hirse sollte nicht roh gegessen werden, denn sie enthält eiweißschädigende Enzyme, die erst durch Kochen oder Rösten unschädlich gemacht werden können. Und wie jedes andere Lebensmittel auch gibt es auch ein paar weniger günstige „Inhaltsstoffe“, wie vorallem das Phytin, ein Stoff, der die Aufnahme von Mineralstoffen wie zum Beispiel Calcium, Eisen, Magnesium und Zink blockiert oder vermindert. Deshalb muss die Hirse vor dem Kochen gut abgespült werden, am Besten weicht man sie über Nacht ein und schüttet das Einweichwasser weg, so kann man einen Gutteil des Phytins loswerden. Wer dann noch in derselben Mahlzeit eine Vitamin-C-haltige Frucht oder Zitronensaft integriert, hilft dem Körper vorbildlich , das pflanzliche Eisen aus der Hirse noch besser zu nutzen. (Bei herzhaften Gerichten an Paprika oder Kräuter wie Petersilie denken.) Was ich überhaupt sehr alltagstauglich finde: den Hirsebrei kann ich morgens vorkochen und Reste vom Frühstück am Abend oder nächsten Tag als Basis einer Hauptmahlzeit nutzen, das spart auch richtig Zeit. Heute Abend gibt es bei mir noch eine Hirsepfanne, mit Möhren, Lauch und Süßkartoffeln sowie ein paar Kichererbsen, das ganze schön asiatisch gewürzt. Dazwischen ein Smoothie, und es ist kein Thema, auf mind. 5 Gemüse-&Obstsorten am Tag zu kommen. Denn Gemüse kann ja nie genug sein…

Es gibt auch gute Informationen zu Hirse im Netz: ERnährungsBRLP

Kurzinformation zum Lebensmittel 

Frühstücksbreirezepte der AOK

Weitere Rezepte aus Sicht der TCM

Speziell zur Braunhirse beim UGB

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Vogelgrippe..von Wildvögeln oder doch durch Industriegeflügel?

Einen interessanten Artikel der Albert-Schweitzer-Stiftung zum Thema „Wie wird die Vogelgrippe übertragen?“ gibt es hier, mit folgendem Fazit (Zitat):

Das Vogelgrippevirus H5N8 wird weiterhin eine Bedrohung für Wildvögel und »Nutzgeflügel« darstellen. Die Theorie, dass Wildvögel alleinige Überträger der Viren seien, erscheint vielen Fachleuten als unwahrscheinlich. Vielmehr trägt offenbar die weltweite intensive Geflügelproduktion und der globale Handel mit tierlichen Produkten zur Entstehung und Ausbreitung gefährlicher Vogelgrippeviren bei. Dass dies bislang von der Politik und den öffentlichen Einrichtungen in Deutschland praktisch nicht diskutiert wird, nimmt die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt mit großer Verwunderung und Besorgnis wahr.

Sonntagsfrühstück…

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ist eine wunderbare Erfindung…den Körper verwöhnen und die Seele baumeln lassen – für mich ein „must“ am Sonntag:

 
Ja, für meine omnivoren Männer immer noch mit etwas Käse, aber es wird weniger…und einfache Tomate auf Brot („richtiges“ von der Holzofenbäckerei) wird immer mehr der Hit! 

Ich gönne mir gerne einmal die Woche Guacamole/Avocadomus, in verschiedenen Rezepturen, gerne z.B. mit etwas Salatgurke untergemixt, denn das spart Fett und sorgt für cremige Konsistenz.

Und heute gibt es ausnahmsweise sogar ein Stück Streuselobstkuchen, einmal im Jahr backe ich sowas, klappt nach Shia’s Rezept ganz wunderbar auch vegan: http://cakeinvasion.de/pflaumenkuchen-mit-pudding-und-streuseln-vegan/ -hier in der Variante mit Mainz-Draiser Aprikosen.

Und das neue selbstgenähte „Brötchenkörbchen„(dreimal hintereinander aufsagen) kommt so auch zum Einsatz – Anleitung gibt’s z.B. hier kostenlos. 

 

Seit ich selbstgemachte pflanzliche Milch kenne

…trinke ich keine andere mehr! Damit meine ich jetzt weder Kuhmilch noch gekaufte Pflanzendrinks, denn selbstgemixte schmeckt um Längen besser und lässt sich vor allem immer frisch und nach den momentanen Bedürfnissen zu bereiten…z.B. Mandelmilch zum pur trinken oder für Eis, Kokosmilch für’s Müsli oder Cashewmilch&-sahne zum Kochen, den Variationen ist kaum ein Ende zu setzen, denn Nüsse oder Getreide lassen sich auch prima miteinander kombinieren

 

Z.Zt. ist Hafer gemischt mit Cashew-oder Kokosnussraspel mein Favorit, gerne mit etwas Vanille oder Zimt, denn auch aromatisieren kann man ganz nach Lust & Laune. Und im Hochleistungsmixer geht es auch ganz schnell morgens (manches, Cashewkerne oder Hafer z.B., kriegt man übrigens auch ohne klein, auch das Abseihen über Nussbeutel oder Kaffeefilter muss nicht immer sein)- wichtig ist bei härteren Schalenfrüchten (vorallem bei Mandeln Vorsicht) halt das Einweichen, was man ja aber bequem über Nacht machen kann, dran denken ist Alles!

Und so bunt und lecker kann dann der Frühstückstisch aussehen, rein pflanzlich

 

Selbstgemischtes Müsli mit hohem Samenanteil (Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Chia, gepufftes Quinoa), vorgekochte Hirse (mische ich mir als „Eisenportion“ unters Müsli, schmeckt aber auch separat mit Obst oder Kokosflocken), Obst (Erdbeeren, Himbeeren, Apfel, Nektarine), selbstgerührter Pflanzendrink für Kaffee & Müsli), Guacamole mit Cocktailtomate und Hummus mit Curry&Koriander für’s Brot und ein leckerer Smoothie, sonntags mal rot statt grün (Beerenfrüchte gemischt mit Banane, Vanille, Salatgurke und Zitronenmelisse): 

 

Ja, da bleibt sogar der Käse bei meinem Mann liegen, denn frische Brotaufstriche isst auch der Omnivor gerne;-) 

 

Noch ein konkretes Rezept gewünscht? Hanfdrink: 1/2 l Wasser mit 1 Tl Süßungsmittel (Kokosblütensirup/Dattelmus/Ahornsirup), 1 Prise Meersalz, etwas Vanille nach Geschmack, 75g Hanfsamen und 20g Cashewbruch in den Mixbecher geben und hochgehend von niedrigster zu höchster Stufe, auf der höchsten Stufe ca. 30 Sekunden mixen, durch einen Filter abgießen, fertig.

Sonnenblumenkerne für den Brotaufstrich

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sind mir die liebste Basis-Zutat, denn nach etlichen Versuchen, leckeren Brotaufstrich käuflich zu erwerben, mache ich ihn mir endgültig lieber selber. Die fertigen Aufstriche, die bei mir noch Gnade finden, bestehen übrigens auch zumeist aus Sonnenblumenkernen plus weitere Zutaten. Großteils empfinde ich sie aber leider als überwürzt, weshalb ich trotzdem meine selbst gemachten bevorzuge.

  

Ein nettes neues Rezept ist mir am Wochenende begegnet, es stammt nicht aus einem veganen Kochbuch, sondern aus dem Clean-Eating-Kochbuch von Hannah Frey: „Natürlich kochen„.

Hannah hat auch ein lesenswertes Blog und weitere interessante Koch-und Ernährungsbücher veröffentlicht. Auf die Idee den mediterranen Tomatenaufstrich anzurühren, brachte mich dabei das blog SoBuntDasLeben, wo sich das genaue Rezept plus eine Anleitung für fast hefefreies „Brot für Gemütliche“ von Lisa Pfleger aus deren, vor allem für vegane Anfänger interessanten, Buch „Vegan.Regional.Saisonal-Einfache Rezepte für jeden Tag“ findet. Auch Lisas blog besuche ich öfters mal und habe auch den newsletter abonniert.

Klasse ist an solchen Rezepten auch wieder, dass man sie leicht abwandeln und so immer wieder variieren kann. Den Tomatenaufstrich mit der Basis Sonnenblumenkerne + getrocknete Tomaten habe ich z.B. neben der Originalausführung auch gleich ein zweites Mal mit pürierten Restgemüsen und viel Basilikum hergestellt und fand das mindestens genauso schmackhaft. Gut außerdem, dass durch die getrockneten Tomaten ein Ganzjahresrezept geboten wird, denn manchmal ist es einfach praktisch auch auf den Vorrat zurückgreifen zu können, mit frischen Kräutern von der Fensterbank ist es dennoch immer eine gesunde Sache.

Ein weiteres Buch, dass ich ja schon lange habe und schon erwähnt haben sollte, ist Vegan&vollwertig genießenvon Heimroth/Bornschein – der dort beschriebene Linsenaufstrich ist auch lecker und wird aus Sonnenblumenkernen + Mandeln + Möhren + Berglinsen kreiert. Die Beiden haben längst auch noch ein spezielles Buch zum Thema Brotaufstrich herausgebracht, das mal auf meine Wunschliste muss. 

Ja, echt schön, dass es mittlerweile so viele brauchbare Rezepte für den gesünderen Brotbelag gibt, die auch i.d.R. schnell gemacht sind und nicht unbedingt in den Hochleistungsmixer müssen. Ich mache alle ausschließlich mit Pürierstab oder meinem MisterMagic und hatte noch nie Probleme. (Nur zur Sicherheit: auf dem Foto oben sind noch einzelne Kerne zu sehen, weil ich das so mag. Ein bisschen länger püriert, funktioniert es durchaus auch als feines Püree). Im Gegenteil: da ich kleine Portionen bevorzuge ist es in meinem Vitamix schon passiert, dass sich alles unterm Messer festgesetzt hat, was dann keinen Spaß macht. Aber gut, der kann halt andere Sachen. 

Wie meine unübertroffen leckere Mandelmilch: 200g Mandeln (über Nacht eingeweicht, Einweichwasser wegschütten), 1 Liter Wasser und wenig Kokosblütenzucker in den VM geben, langsam von Stufe 1 auf 10 hochdrehen und alles insgesamt zwei Minuten laufen lassen-fertig. Durch Nussbeutel oder Mullwindel laufen lassen und genießen! Für mich das Schönste daran: dieser Mandeldrink funktioniert sogar im Kaffee, d.h., im Gegensatz zum gekauften, lässt er sich schön steif aufschäumen! Die nächsten Frühstücke sind also gerettet;-)

Interessanter Artikel über den Einkaufsalltag…Plastikfasten…

…ist es möglich und in jedem Fall sinnvoll? Wie so oft muss man sich genau informieren und differenzieren, das zeigt auch dieser Zeitungsartikel der Süddeutschen: http://www.sueddeutsche.de/leben/nachhaltigkeit-im-supermarkt-wie-boese-ist-die-plastikverpackung-1.2892418

Persönlich lasse ich vor allem sowieso schon lange alle Plastiktüten weg, nehme Stoff-Einkaufstüten mit und auch im Supermarkt das Gemüse lose in den Einkaufswagen, auch wenn’s der Kassiererin mehr Arbeit macht, diese Extratüten müssen nun echt nicht sein. Das Meiste kaufe ich längst woanders, als Biokiste und auf dem Markt, und auch sonst möglichst viel direkt bei den Erzeugern (Kartoffeln, Spargel, Hundefutter, Wein etc.), auch Öle, Nudeln und Bohnen kriegt man zum Abfüllen beim Bauern, allerdings sollte man mögliche Autofahrten hier mitberechnen und abwägen. Die gute Nachricht ist jedenfalls, dass alleine das vegane Essen, also der Verzicht auf die tierischen Produkte, für die Umwelt richtig viel bringen, die Zahlen dazu kann ich mitunter kaum glauben. Berühmtes Beispiel: Die Co2-Einsparung als Autofahrt zwischen Ost-und Westküste für den auf Rindfleisch verzichtenden Amerikaner: 

 (Quelle: Brandon Brazier)

Oder der Vorschlag durch Smoothie zum Frühstück (aus verpackungsfreiem Obst&Gemüse gemixt) so viel Co2einzusparen wie ein Mittelklassewagen bei einer Reise entlang der gesamten Westküste der USA ausstößt – weitere Rechenbeispiele finden sich in den Büchern von Brandon Brazier oder auch in 

 
anderen „Klima- Kochbüchern“: 

 

Der einfachste Pudding aller Zeiten…& superfoodhaltig

Auch wenn ich den Superfoodtrend eher kritisch betrachte und einfach nicht bereit bin, übertrieben viel Geld auszugeben (auch heimischer Kohl ist z.B. ein Superfood), für eines finde ich die gehypten Chiasamen wirklich genial: für einen supereinfachen & gesünderen Pudding.

Dazu braucht es nämlich nur etwa 250 ml Mandelmilch, die mit mit 3-4 EL Chia-Samen gut vermixt werden.
Zum Verfeinern bieten sich Zimt, Vanille oder Ahornsirup an. Nach etwa 30 Minuten Quellzeit ist der Pudding fertig….genial!