Auf dem Wochenmarkt gesehen: den ersten Bärlauch, Blattsalate, Lauch, Kerbel, Kohlrabi, Mangold, Möhren, Pilze, Radieschen, Rettich, Rotkohl, Ruccola, Sauerampfer, Sellerieknollen, Spargel, Spinat, Spitzkohl, Wirsing, (Frühlings-)zwiebeln…und neben Äpfeln, Bananen, Kiwis & Orangen gibt es bald auch wieder Rhabarber, lecker!

Ja, ich esse Rhabarber (und auch Spinat & Sauerampfer) gerne – wenn es Saison hat und nicht unbedingt in elefantösen Mengen. Denn die „böse Oxalsäure“, die vorallem Chemiker so gerne gegen Pflanzenkost ins Feld führen, schreckt mich nicht. Nierensteine bilden sich seltener wegen zu viel grüner Kost und deutlich öfter bei „normal essenden“ Menschen als bei Liebhabern vollwertiger saisonaler Kost, es spielen natürlich mehrere Faktoren eine Rolle, nicht ein paar Rhabarberstangen alleine. Einen lesenswerten Artikel dazu findet man z.B. im Blog von herbalista oder ganz seriös bei ernährungsberatung.rlp oder in der Ernährungsumschau. Am ehesten sollte man wohl berücksichtigen, dass oxalsäurehaltiges Gemüse die Verstoffwechslung bestimmter Mineralien, wie z.B. Calzium, behindern kann, und entsprechend parallel auf gute Mineralstoffaufnahme achten. Wer schon einen Nieren- oder Leberschaden hat, sucht sich natürlich anderes Gemüse aus – die oft gehörte Warnung, Kinder nicht an Rhabarber zu lassen, halte ich aus eigener Erfahrung aber für übertrieben, denn ich habe den früher frisch aus Omas Garten gefuttert, und es hat mir nicht geschadet. Mangels Süße werden viele Kinder heutzutage der gefährlichen Stange wohl eh von selbst widerstehen…

Wer trotzdem sichergehen will, kann, um den Gehalt an Oxalsäure zu verringern, die Stangen vor Verzehr einweichen, blanchieren oder kochen und das Kochwasser wegzuschütten. Rhabarber mit rotem Fruchtfleisch enthält übrigens weniger Oxalsäure als grüne Sorten, auch mit dem Alter der Stangen steigt der Säuregehalt (weshalb er ja nach althergebrachter Regel auch nur bis Ende Juni/zum Johannistag geerntet werden soll). Und abgesehen von der Oxalsäure versorgt uns speziell der Rhabarber mit den guten Vitalstoffen Vitamin C, Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor & Ballaststoffen. Auch nicht schlecht.

Ach ja, auf dem Markt gekauft habe ich vor allem Bärlauch – angelehnt an dieses Rezept will ich mal einen kleinen Vorrat an haltbarem Bärlauchpesto machen, allerdings mit Olivenöl.

Eine Sammlung veganer Rhabarberrezepte habe ich hier gefunden, inklusive eines interessanten Rezeptes von vollwertigveganem Rhabarberkuchen vom Blog „excusemebutitsmylife„. (Krisi hat noch mehr „lecker Kuchen“, und auch schon ihre liebsten Bärlauchrezepte gepostet). Weitere Saisonrezepte, nach Monaten sortiert, für Muggels oder zum Selberverwandeln gibt’s übrigens auch hier ganz Nette….oder auch auf der www.regional-saisonal.de – Seite. Bei Essen und Trinken hat sich die Sammlung veganer Rezepte auch sehr vergrößert, wenn sie auch nicht saisonal geordnet sind (unter dem Stichwort „vegane Rezepte“). Dafür werden auch vegane Menüs vorgestellt, was man sonst nicht so oft finde.

Ich freue mich jedenfalls, dass „Magermonat März“ vorbei ist und es bald wieder heimisches Obst und Gemüse in Hülle und Fülle gibt.

Advertisements