sind leider schlechter als ihr Ruf, eher so eine Art typische Verbrauchertäuschung. 

Bergkristall-Deos werden als natürliche Deo-Variante beworben. Tatsächlich bestehen sie aber aus industriell hergestelltem kristallinem Aluminiumsalz und enthalten somit weitaus höhere Konzentrationen an Aluminium als gewöhnliche Deos, wo der Aluminiumgehalt bei circa fünf Prozent liegt. 

Auch in Bioläden erhältliche und als vegan gekennzeichnete Stifte sind davon betroffen, sie enthalten ebenfalls Aluminiumsalz und Alluminium wird inzwischen wieder als gefährlich eingeschätzt, da es sich nun mal im Körper ansammelt.

Weil Aluminiumsalzkristalle wegen ihrer adstringierenden Wirkung auch Blutungen stoppen können, wurden sie seit langem auch als sogenannte Alaunsteine oder -stifte für die Rasurpflege verkauft. Zwar hat das BfR das Risiko von Alaunsteinen noch nicht untersucht. Angesichts der hohen Aluminiumkonzentrationen und der Tatsache, dass Aluminium durch Hautwunden in noch höherem Maße aufgenommen wird als über gesunde Haut, sollte man auf die Anwendung von Alaunstiften in jedem Fall verzichten, aber auch schon die Kristallsalzdeos werden mit Brustkrebs bei Frauen und Alzheimer in Verbindung gebracht.

Auf Kristall-Deos mit Ammonium Alum werde ich jedenfalls verzichten, vegan hin oder her: Balea Kristall Deo, Sante Kristall Deo, Murnauers Kristall Deo, alva Naturkosmetik Kristall-Deo u.a. Evtl. bietet auch hier ein „Naturkosmetiksiegel“ am ehesten Schutz, die sehr unterschiedlichen Standards der diversen Siegel gefallen mir allerdings noch weniger als im Lebensmittelbereich, aus meiner Sicht käme da fast nur das Demetersiegel in Frage. Ob es ein Deo mit diesem Siegel gibt, das gleichzeitig vegan ist, kann ich spontan leider nicht sagen.

Vorübergehend habe ich das hier noch im Schrank: Logona-Stick, und selbst das konventionelle „CD„-Deo scheint mir zumindest unschädlicher als manch anderes, als vegan oder natürlich gepriesenes Deo (Die Hamburger Firma hat seit über 40 Jahren ein firmeneigenes Reinheitsgebot, das Verzicht auf Mineralöle, Parabene, Silikone, künstliche Farbstoffe sowie tierische Inhaltsstoffe beinhaltet).

Eine prinzipiell mal interessante Kosmetik bietet außerdem die Fa. Wolkenseifen, die ebenfalls schon lange aluminiumfreie Deos bietet, die von den Usern sehr positiv beurteilt werden, da wollte ich sowieso mal was bestellen.

Einige Veganer bieten allerdings auch interessante DIY-Alternativen im Netz, wie diverse Natron-Deos oder z.B. diese attraktiv klingende Rezeptur: Kokosöl-Deostick bei schwatzkatz. Wenn man Zeit dazu hat, ist das auf Dauer wohl immer die beste Möglichkeit, wenn auch leider nicht für jeden machbar. 

(Quellen u.a. BfR, Nachhaltigkeitstagebuch, SpiegelOnline, deoohnealuminium) 

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