Amaranth ist zwar genaugenommen gar kein Getreide, wird aber als solches in meiner Küche regelmäßig benutzt. Im Müsli, in Gebäck und Brot, als gekochte Beilage oder in der Gemüsepfanne.

Kritiker sind immer schnell dabei auf die Herkunft aus Südamerika hinzuweisen und einem ein ökomäßig schlechtes Gewissen zu machen. Aber dürfte ich dann Bananen essen? 

Genau wie die Banane ein viel zu guter Snack ist, sind auch die Nährstoffwerte des Amaranths einfach zu günstig, um ihn links liegen zu lassen. So ist er das eisenhaltigste „Getreide“ überhaupt, und deshalb, neben der Hirse, gerade für Frauen sehr praktisch, erst recht für vegan essende. Aber auch sonst enthält er gerade für Veganer einen passgenauen Vitalstoffmix durch besonders hohe Werte an gut verwertbarem Eiweiß/Lysin und Kalzium, viel Magnesium und Zink sowie an guten Fetten, natürlich sind auch der hohe Ballaststoffgehalt und für empfindliche Menschen auch die Glutenfreiheit äusserst günstig. Wer also auch Wert auf gesunde vegane Ernährung legt, kommt am Amaranth fast nicht vorbei.

Einkaufen kann man Amaranth am einfachsten im Bioladen oder Reformhaus, auch bei DM oder in anderen Drogerien. Die Fa. Allos z.B. importiert seit Jahren ökologisch angebauten Amaranth je nach Ertragslage aus wechselnden Ländern Südamerikas, andere Anbieter wie die Davert-Mühle bekommen ihre Bio-Ware aus Peru. 

Begrüßenswert wäre natürlich, wenn es Amaranth auch aus heimischem Anbau gäbe, was aber lange als unmöglich galt, verträgt er doch kaum Temperaturen unter 10 Grad. Hierzulande hat man mit dem Anbau von Körner-Amaranth entsprechend noch wenig Erfahrungen, doch wurde er inzwischen u.a. von der Fachhochschule Weihenstephan im süddeutschen Triesdorf schon erfolgreich erprobt. Auch einige Kleinbauern haben Amaranth inzwischen auf ihren Feldern kultiviert und verkaufen ihn meist ab Hof. 

  Sehr gerne verwende ich Amaranth in meinem „Blitzbrot“ – ein sehr ähnliches Rezept findet man auch bei den Küchengöttern. Und meine persönliche Müslimischung besteht häufig aus Hafer-oder Fünfkornflocken mit Amaranth, Leinsamen und Nüssen … einfach weil’s auch noch gut schmeckt. 

Wer noch weitere Rezepte sucht, wird auch auf Internetseiten für Glutenunverträglichkeit leicht fündig … hier z.B. ein PDF mit Amaranthrezepten aller Art. Achtung: nur wenige sind vegan, es lassen sich aber ein Teil dieser Rezepte problemlos veganisieren.

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