die Zahlen sind eindeutig: WILDKRÄUTER, lange als Tierfutter geschmäht, gelten heute als DAS Wildgemüse, die Urernährung unserer Ahnen, mit entsprechendem MEHR an Vitaminen und Mineralstoffen, weshalb sich das Sammeln wirklich lohnt. (Wild wachsende Pflanzen haben im Durchschnitt 4-10mal mehr an Vitaminen, Spurenelementen, z.B. Eisen, an Chlorophyll und sogar an Eiweiß als Kulturpflanzen/Quelle: Beiser-Unsere essbaren Wildpflanzen, Kosmosverlag). Soweit, so richtig. 

Allerdings besteht schon beim beliebten Bärlauch einige Verwechslungsgefahr, und Vergiftungen sind keine Seltenheit mehr, gerade die jungen, leckeren Blätter könnten auch vom Maiglöckchen, der Herbstzeitlosen oder Aronstab stammen, die allerdings keinen Knoblauchduft besitzen ( was aber wiederum ein unsicheres Ausschlusskriterium ist, man sollte sich schon auskennen, bevor man „wild“ sammelt). 

Anders dagegen beim Giersch z.B., den man höchstens mit ungiftigen Vetretern verwechseln kann wie Wald-Engelwurz oder Kälberkropf, und der am bekannstesten aus dem eigenen Garten sein dürfte, wo er als gemeines Unkraut wuchert – hier kann man also bedenkenlos sammeln. Und Giersch ist auch lecker und gesund, er hat einen günstigen Eiweißgehalt, viel Vitamin C und Provitamin A und schmeckt vor allem vor der Blüte im April, in kleinen Mengen im Smoothie lässt er sich aber auch ganzjährig verwenden, auch Blüten und Früchte sind verwertbar. Ein interessanter Artikel zum Thema ist z.B. hier: http://www.iknews.de/2013/04/27/giersch-der-staendig-nachwachsende-wildspinat/

Viele Wildkräuter werden übrigens inzwischen auch zum Selbstanbau im Garten bzw. in Kübeln verkauft, auch das ist eine Möglichkeit, wenngleich es wünschenswert wäre wieder mehr Wissen über die Pflanzen in unserer Natur zu bekommen, denn nur was man kennt, kann man wertschätzen und bewahren, wer diese Pflanzen nur als lästiges Unkraut sieht, wird sie ausrotten wollen, mit „Vorox“&co am einfachsten….

Dabei machen gerade Wildkräuterblüten unsere Salate u.a. Gerichte nicht nur gesünder, sondern auch wunderschön dekorativ … Und das Auge isst ja bekanntlich mit. 

 

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