…finde ich in Zeiten, wo fast alle Bäcker nur noch Fertigteiglinge und Brotbackmischungen verarbeiten, wirklich „angesagt“ – zumindest möchte ich gerne wissen, was in meinem Grundnahrungsmittel Brot so enthalten ist. Und Vollkornbrot ist mir auch ganz lieb, weil es einfach das gesündeste ist. Auch hier wird oft nur mit Zuckercouleur (für die dunkle Farbe) und ein paar Körnern „geschönt“, aber zu selten wirklich vollwertiges Brot angeboten.

Ist man dann noch Veganer, müsste man zusätzlich noch einen Bäcker finden, der garantiert keine Tierprodukte beim Backen verwendet – das wird spätestens beim Einfetten der Backbleche echt schwierig.

Deshalb backe ich, so oft es geht, mein Brot selbst. Dass das auch schnell gehen kann, beweisen Rezepte wie das „Erdmandelbrot“ bzw. das „Flotte-Brot“, (ein Basisrezept fürs schnelle Brotbacken/s. Kochradio).

Die Königsdisziplin des Brotbackens ist aber das Sauerteigbrot. Aus der Vergangenheit kann ich berichten, dass auch ein Sauerteig-Brot nicht schwer herzustellen ist, es braucht eben nur Zeit! Vor allem, wenn man das erste Mal den Sauerteig anzüchtet. Manche machen eine Wissenschaft daraus, das finde ich aber nach meiner Erfahrung nicht unbedingt notwendig. Trotzdem kann es hilfreich sein, sich einmal in die professionelle Sauerteigherstellung einzulesen, zum Beispiel hier.

Ich selbst habe es vor ein paar Jahren nach dieser Anleitung gelernt-s.Youtube
Ute Wilkesmann kommt aus der „Ecke“ der Vollwertköstler nach Dr. Bruker und bietet somit die Sicherheit, auch wirklich gesunde Rezepte zu veröffentlichen. Davon hat sie eine riesige Fülle kostenlos ins Netz gestellt, die großteils auch als YouTube-Video zu haben sind. Das finde ich wirklich sehr hilfreich, auch wenn sie keine Veganerin ist. Sie kocht aber auch viel „ohne Tiereiweiß“, und man kann Dinge wie Butter, die sie mitunter verwendet, relativ einfach ersetzen.
Bei ihren Brotrezepten ist fast alles sowieso vegan, denn die gesunden Zutaten sind hauptsächlich frisch gemahlenes Vollkornmehl und Wasser, mehr braucht es ja auch nicht für ein gutes Brot.

Außer dem Sauerteig natürlich, und den hab‘ ich über die letzten 3 Tage jeden Morgen aus Roggenmehl & lauwarmem Wasser zusammengerührt und an einem warmen, zugfreien Plätzchen in meiner Küche vor sich hingären lassen.

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Heute konnte ich dann mit 400g frisch gemahlenem Roggen den Vorteig ansetzen.

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(Der Rest meines Sauerteigs kommt im Schraubglas in den Kühlschrank). Und Morgen wird gebacken!
Wenn ich’s nicht verlernt habe und alles klappt-dann gibt’s auch das Rezept in ein paar Tagen unter dem Reiter Kochradio.

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