… gehört eigentlich zu den Dingen, die die Welt nicht braucht. Aber wer sich in der heutigen Welt bewegt und nicht nur zu Hause sitzt, braucht öfter mal was Schnelles, alles andere wäre unrealistisch.

Dabei gibt es schon vegane Scheußlichkeiten, das kann ich nicht anders benennen. Freiwillig und dem Tier-zu-liebe „Analog-Käse-und Wurst“ zu essen, fällt bei mir angesichts einiger Produkte schon in diese Kategorie. Ob „Willemsburger“ Schnittkäse oder „Grean Heart“ Brot-Aufstrich: wir werden keine Freunde mehr;-)

Das schließt für mich aber nicht aus, dass Andere diesen Käse lecker finden können. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Weshalb ich auch davon ausgehe, dass der Leser trotzdem mal selbst ausprobiert, worüber ich hier gerade „ablästere“. Mit einer Ausnahme: „Feine Bratstreifen Gartengemüse aus Tofu und Weizen (Bio) von Aldi Süd möchte ich euch nur auf eigene Gefahr zumuten.

Dummerweise brauchte ich gestern ein sehr schnelles Abendessen und dachte mit Wraps und einer Fertigfüllung könne ich nichts falsch machen.
Hätte ich mir doch nur ein „Butterbrot“ geschmiert! Die Zutatenliste liest sich noch einigermaßen ordentlich, immerhin haben wir es hier mit einem Fertigprodukt zu tun: Tofu an erster Stelle, ein paar eher unbedenkliche Säuren zur Konservierung, Weizeneiweiß, Gemüsepaprika, ungehärtetes Pflanzenöl, etwas „echtes“ Gemüse, Mehl und Gewürze…es könnte schlimmer sein. In 2 Minuten erhitztbar oder anzubraten, schneller geht’s nicht.! Optisch vielleicht nicht gerade eine Augenweide, aber noch ganz appetitlich. Die Textur der „Fleischstücke“ wirkte auch erfreulich hähnchenähnlich, so dass ich dem Genuss durchaus optimistisch entgegen sah. Doch: Wenige Bissen überzeugten mich leider von Gegenteil…igitt… das konnte ich nicht essen! Mit allem guten Zureden nicht.

An sich denke ich schon, dass auch die innere Haltung eine Rolle spielt. Beim veganen Ersatzprodukt identisch den genau gleichen Geschmack zu erwarten, ist sicher der falsche Weg und kann kaum funktionieren. Zur Sojamilch, die ich inzwischen gut trinken kann, habe ich auch nur gefunden, indem ich mich von dem Gedanken gelöst habe, „Milch“ zu trinken. Nein, ich trinke „Bohnensaft“! Der schmeckt logischerweise etwas anders als Milch, muss deshalb aber nicht schlecht schmecken. Mit dieser inneren Haltung geht man anders an vegane Ersatzprodukte heran, und der ein oder andere kulinarische Genuss (vielleicht nicht gerade die Sojamilch, aber z.B. Hafer-oder Mandelmilch für mich) geht so nicht verloren, sondern es eröffnen sich neue Geschmackspfade. Seit ich vegan esse und koche, habe ich mit Sicherheit einige interessante Geschmackserlebnisse gehabt, die mir ohne vegane Ersatzprodukte verschlossen geblieben wären. Veganes Fast Food wie diese Bratstreifen gehören allerdings mit Sicherheit nicht dazu!

Kleines Bonmot aus meiner Sicht: im Internet finden sich mehrere Beurteilungen der Aldi Bratstreifen, die zu einem ganz anderen Ergebnis kommen. Hier mal ein Zitat von vielen aus einem veganen Forum:
„Ich schwör’s euch: Geschmacksorgasmus. Ich habe es meine Mutter, die immer noch omnivor is(s)t, probieren lassen und sie meinte zu mir sogar, es schmecke genau so gut wie diese Brathähnchenstreifen“ (von Aldi)… tjaaa, wer’s wissen will, kommt um den eigenen Geschmackstest wohl doch nicht herum. Davon rate ich allerdings dringend ab.

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