…fällt leichter, als zunächst gedacht. Okay, einen neuen Versuch lockeren Biskuitteig zu backen, hab‘ ich mir bisher erspart…wenn überhaupt Kuchen, dann gibt’s bei uns jetzt eben Rührkuchen oder Waffeln, da ist das nämlich kein Problem. Jedenfalls habe ich wirklich kaum noch Eier gekauft, natürlich überhaupt nur für meine nichtveganen Männer, die z.B. auf Rühreier stehen und vegane Experimente meinerseits am Rührei bisher ablehnen. Okay, aufgeschoben ist nicht aufgehoben…

Manchmal braucht man auch schlicht keine Eier, z.B. mochte ich noch nie besonders gerne Eiernudeln. Definitiv sind sie qualitativ schlechter als Hartweizennudeln…hat schon Gründe, warum die Italiener die auch bevorzugen, jedenfalls sind die i.d.R. vegan…und nix einfacher als das, darauf umzusteigen.

Aber wobei geht es nicht ohne Ei-Ersatz?

1. beim Backen, allerdings: viele Teige kommen – entweder schon laut Rezept oder nach Versuch- ohne Eier aus. So z.B. Mürbeteig, Nudelteig, Strudelteig, Plunderteig, Blätterteig, Hefeteig und Quark-Öl-Teig (man kann den Quark durch Sojaghurt oder Tofu ersetzen-Quelle: http://www.veganwelt-de). Verlangt das Rezept bei diesen Teigen nach Eiern, sind es meistens nur ein bis zwei Eier und die kann man nach Aussagen erfahrener Veganbäcker getrost weglassen. Oder man verwendet Ei-Ersatz-Pulver bzw. Sojamehl mit Wasser im Verhältnis 1:2. Beim Rührteig lassen sich auch gut Obstmuse statt Ei verwenden. Beim Biskuit habe ich gelesen, dass gut aufgeschlagenes Eipulver helfen soll, kann ich mir aber noch nicht ganz vorstellen. Aufgeschlagenesr Eischnee ist jedenfalls leider nicht möglich.

2. beim Panieren: mach‘ ich selber selten, aber früher schon gern mit Nüssen statt Paniermehl und statt Ei wird in anderen blogs halt Sojamilch und ähnliche Massen genommen, auch Wasser mit Soja- oder Kichererbsenmehl verrührt als „Brei“ aufgestrichen, habe ich schon gelesen.

3. zum Binden: Bei Bratlingen könnte man das Ei mal weglassen, man braucht dann je nach Konsistenz des Teiges etwas mehr Flüßigkeit oder weniger. Dabei kann man Eier dann auch durch Tomaten-/Paprikamark, veganen Sahneersatz oder Gemüsepüree ersetzen. Um weniger weichen Teig zu erreichen, können (Vollkorn-) Semmelbrösel oder gemahlene Nüsse zugegeben werden. Auch etwas Sojamehl, Pfeilwurzelmehl, Guarkernmehl oder Kichererbsenmehl (oder ganz normales Mehl) geht.

Saucen kann man mit Mehl, Stärkemehl, Johannnisbrotkernmehl oder Pfeilwurzelmehl binden, wenn die Sauce gekocht wird (Mehl mit etwas kaltem Wasser glatt rühren und in die kochende Sauce einrühren.). Für kalte Saucen ist Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl eine Möglichkeit, aber: Vorsichtig dosieren, wird schnell zu fest!

4. zum Bestreichen: z.B. von ungebackenem Gebäck – hier kann man einfach Sojadrink oder eine Mischung aus 1 EL Pflanzenmilch oder Sojasahne und 1 EL Öl nehmen, oder nur Pflanzensahne.

Was ich noch gelesen habe: auch Leinsamen soll gut als Ei-Ersatz gehen, vor allem beim Backen, das wäre dann ein wirklich gesunder Ei-Ersatz. Das geht so: 3 EL Leinsamen sehr fein mahlen und mit 1/2 Tasse Wasser (150 ml) im Mixer gut vermixen, bis die Mischung zähflüssig und schaumig/schleimig wird, das wäre dann der Ersatz für 2 Eier.

In den weiteren Kochradiosendungen wird es dann Gelegenheit zum Praxistest geben…

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