…“die Weltmeere sind Grundlage allen Lebens auf der Erde. Sie bedecken etwa 70 Prozent der Erdoberfläche und enthalten 97 Prozent der weltweiten Wasservorkommen. Sie bilden das größte zusammenhängende Ökosystem unseres Planeten und umfassen 99 Prozent des uns zur Verfügung stehenden Lebensraumes. In den Weiten der Meere leben 230.000 bekannte Arten und Millionen warten noch auf ihre Entdeckung.

Die Ozeane sind Grundlage für das Leben vieler Menschen an Land, denn aus ihnen beziehen wir Nahrung, Energie und Rohstoffe.
Weltweit ist der Lebensunterhalt von rund 540 Millionen Menschen von der Fischerei oder der Fischproduktion abhängig. Doch Fischfang ohne Augenmaß lässt Fisch zur Mangelware werden und bedroht die Bewohner der Ozeane. Denn obwohl wir die Weltmeere noch gar nicht richtig kennengelernt haben, sind wir dabei, sie zu plündern.
Die Welternährungsorganisation FAO sagt, dass heute 85 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände, darunter beispielsweise Thunfisch, Rotbarsch oder Kabeljau, als überfischt oder maximal genutzt gelten. Die Überfischung kann ein Ausmaß annehmen, dass sich die Fischerei auf einen Bestand nicht mehr lohnt. Vor allem in den Küsten- und Randmeeren wird ein Verlust an biologischer Vielfalt beobachtet.

In die Netze der Fischer gelangen nämlich nicht nur Speisefische; rund 40 Prozent des Fanges gelten als sogenannter Beifang und werden meist ungenutzt wieder über Bord geworfen. Dazu zählen Haie,Seevögel und Meeresschildkröten, aber auch Delfine und Wale.
Aber nicht nur die schwimmenden Meeresbewohner sind bedroht. Auch Bodenbewohner wie Kaltwas- serkorallen, Seesterne, Muscheln oder Schwämme geraten in Mitleidenschaft durch die tonnenschweren Bodenschleppnetze der Fangflotten, die diese empfindlichen Arten niederwalzen und auf dem Meeresboden eine Spur der Verwüstung hinterlassen; mit katastrophalen Folgen für die Lebensräume und ihre Artenzusammensetzung.“ (Quelle: WWF)

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