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Theoretisch ist heute der 3. „vegane“ Tag meiner Ernährungsumstellung vom Flexitarier zum Vegetarier zum Veganer.
Praktisch wird er nicht voll-vegan, sondern nur noch vegetarisch, denn um Kaffee zu trinken, den ich heute morgen dringend zum Wachwerden brauchte, war ich „gezwungen“ noch mal Kuhmilch zu nehmen, denn die Soja-Hafer-Milch, mit der ich es eigentlich vegan gestalten worden, ließ sich schon nicht schäumen und schmeckte auch irgendwie…komisch…woran merkt man, dass Pflanzenmilch schlecht wird?
Darin fehlen einfach jetzt die Erfahrungswerte, aber ich werde den Rest vorsichtshalber wegschütten. Den Rest Haselnussmilch, den ich noch habe, brauche ich fürs Frühstück, denn Müsli mit H-Milch bekomme ich nicht runter, deshalb konnte ich die auch nicht für den Kaffee nehmen.

Muss ich mich jetzt kasteien, weil ich mir den veganen Tag versaut habe? Nein, ich denke nicht…100% vegan werde ich auch in nächster Zeit gar nicht schaffen, es sei denn, ich will bei allen gerade gehäuft anstehenden Familienevents und im Urlaub, der in knapp 4 Wochen ansteht, fasten.
Nein, zum Trost lese ich da lieber ein bisschen in Claudia Klingers blog „Unverbissen vegetarisch“ , denn wie sie da so treffend schreibt: „…flexitarisch, vegetarisch, vegan? Hauptsache, die Richtung stimmt!“, spricht sie mir schon aus dem Herzen….
Und genau in diese Richtung will ich voran! Da lass ich mich doch von einem Kaffee nicht aufhalten!!

Aber was sollte ich vielleicht in nächster Zeit doch planen, um nicht ständig in ähnliche „Notsituationen“ zu kommen? Wo will ich überhaupt hin?

Ich möchte in jedem Fall nicht mehr einfach so, aus Lust und Laune, weils appetitlich aussieht oder andere Angebote nicht ganz so attraktiv scheinen, Milchprodukte, Wurst, Eier, Käse, Fisch essen. Ich möchte auch selbst nur noch wenig davon einkaufen. (Nur soviel wie nötig, um die Männer bei Laune zu halten). Ich möchte als Verbraucher die Massentierhaltung nicht mehr unterstützen.

Bisher dachte ich mit Milch, Sahne und Butter aus Bio-Weidehaltung schon was zu tun…nachdem ich aber noch mal genauer über Biolandwirtschaft gelesen habe, bin ich mir nicht mehr sicher, dass das der richtige Weg ist, denn „ein bisschen mehr Platz“ fürs einzelne Tier ist zwar löblich, aber die Bedingungen gleichen der industriellen Mast viel mehr als mir lieb ist. Außerdem zeigen Studien eindeutig, dass der gesundheitliche Wert der Pflanzlichen Nahrung soviel höher ist – warum sollte man dann überhaupt noch Fleisch und co essen?

In jedem Fall kann es nicht schaden, die Palette der täglichen Mahlzeiten um pflanzliche Gerichte zu erweitern und in diesem Sinne möchte ich in den nächsten Wochen in jedem Fall neue Rezepte ausprobieren und Alternativen suchen, was z.B. Brotbeläge und die Verwendung von Milchprodukten in den gewohnten Gerichten angeht.

Vielleicht sollte ich mir eine Liste machen mit Speisen, die ich bisher aus tierlichen Produkten zubereitet habe und auf die ich ungern komplett verzichten kann. Um dann gezielt Alternativen zu suchen.

Tsatsiki fällt mir dazu z.B. spontan so ein – ein Leben ohne Tsatsiki ist natürlich vorstellbar, scheint mir aber wenig erstrebenswert, ich esse ihn echt gerne zu allem möglichen.
Natürlich hab ich schon nachgesehen, wie denn der Veganer Tsatsiki macht: aus Sojaghurt natürlich! Den hab ich schon mal in Gerichten versteckt, aber noch nicht pur probiert, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass er neben meinem oft selbstgemachten Bio-Naturjoghurt bestehen kann…aber sobald ich wieder eine Salatgurke ergattern kann, muss ich das unbedingt mal ausprobieren mit dem „veganen Tsatsiki“!
Immerhin braucht es bei allen Gerichten ja oft mehrere Versuche bis das optimale Rezept, die richtige Würze oder Zubereitung gefunden sind. In diesem Sinne…nicht entmutigen lassen…schaunmermal…

Verschiedene Alternativen zu tierlichen Produkten sind, inkl.Rezepten, z.B. bei Peta gelistet, hier beispielsweise Käse

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