Saisongemüse

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Der Juli bietet schon eine große Ernte-Pracht auf den Wochenmärkten, darunter einige meiner Lieblingsgemüse, wie auch meine geliebten Aprikosen frisch von Bäumen in meiner unmittelbaren Nachbarschaft…auf dem Markt z.Zt. auch wieder viele Blattsalate, Blumenkohl, grüne Bohnen, Brokkoli, Chinakohl, Erbsen, Fenchel, Gurken, Kohlrabi, Lauch, Mangold, Möhren, Paprika, Pilze, Postelein, Radieschen, Rettich, Rotkohl, Rübchen, Staudensellerie, Tomaten, Weißkohl, Wirsing & Zwiebeln...an Obst außerdem die Superfoods aus der Beerenfamilie (Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren) sowie lecker Kirschen, und mit etwas Glück auch die ersten Mirabellen, ein Obst, das ich auch seit meiner Kindheit liebe, nicht nur für Marmelade. Leider sind vor einigen Jahren hier im Rheinhessischen viele Mirabellenbäume dem Raps geopfert worden, das ist nicht nur schade wegen dem Obst an sich, sondern hat leider auch die Landschaft m.E. nicht zu ihren Gunsten verändert.

Schnelle Vollkornbrötchen, die gelingen

Mein Mann liebt Brötchen am Wochenende-ohne ist nicht richtig WE;-)

Die gute Göttergattin hätte da sicher tausend leckere und natürlich gesunde Rezepte nicht nur in der Schublade (wie ich), sondern auch ganz praktisch parat…oder sie kriegt mehr Schlaf als ich und ist bereit auch in der Freizeit um fünf Uhr morgens aufzustehen, um ihrem Liebsten welche zu backen. Das schaffe ich allerdings garantiert nicht. Und deshalb bin ich dankbar, wenn ich wieder mal ein ganz unkompliziertes Rezept finde, das einfach und vglsweise schnell zu handhaben ist, denn genau wie beim „Flotten Brot“ muss dieser Teig nicht vorgehen. (Und ich kann mitessen, denn die üblichen Weißmehlpappbrötchen vom Bäcker mag ich einfach nicht mehr.) Man rührt ihn ratzfatz, schmeißt die Stücke aufs Blech und ab in den Ofen. 

Wie so oft bin ich bei Melanie und Sönke vom „Vollwertblog“ fündig geworden, eine Topadresse für alle, die nicht nur vegan, sondern auch vollwertig essen wollen. Meine Exemplare waren leckerer und lockerer, als ich es einem solchen klassischen VK-Hefeteig zugetraut hätte, obwohl ich halb Emmer – Korn genommen habe, das ja nicht so gut aufgeht wie modernere Getreidesorten. Mit den Saaten kann man wunderbar spielen, und bei mir sind auch einige Sesam-und Braunhirsekörner direkt im Teig gelandet. In den Kommentaren unter dem Originalrezept sind auch noch einige Varianten nachzulesen.


Guten Appetit!

Grüner April – Gemüse der Saison

Auf dem Wochenmarkt gesehen: den ersten Bärlauch, Blattsalate, Lauch, Kerbel, Kohlrabi, Mangold, Möhren, Pilze, Radieschen, Rettich, Rotkohl, Ruccola, Sauerampfer, Sellerieknollen, Spargel, Spinat, Spitzkohl, Wirsing, (Frühlings-)zwiebeln…und neben Äpfeln, Bananen, Kiwis & Orangen gibt es bald auch wieder Rhabarber, lecker!

Ja, ich esse Rhabarber (und auch Spinat & Sauerampfer) gerne – wenn es Saison hat und nicht unbedingt in elefantösen Mengen. Denn die „böse Oxalsäure“, die vorallem Chemiker so gerne gegen Pflanzenkost ins Feld führen, schreckt mich nicht. Nierensteine bilden sich seltener wegen zu viel grüner Kost und deutlich öfter bei „normal essenden“ Menschen als bei Liebhabern vollwertiger saisonaler Kost, es spielen natürlich mehrere Faktoren eine Rolle, nicht ein paar Rhabarberstangen alleine. Einen lesenswerten Artikel dazu findet man z.B. im Blog von herbalista oder ganz seriös bei ernährungsberatung.rlp oder in der Ernährungsumschau. Am ehesten sollte man wohl berücksichtigen, dass oxalsäurehaltiges Gemüse die Verstoffwechslung bestimmter Mineralien, wie z.B. Calzium, behindern kann, und entsprechend parallel auf gute Mineralstoffaufnahme achten. Wer schon einen Nieren- oder Leberschaden hat, sucht sich natürlich anderes Gemüse aus – die oft gehörte Warnung, Kinder nicht an Rhabarber zu lassen, halte ich aus eigener Erfahrung aber für übertrieben, denn ich habe den früher frisch aus Omas Garten gefuttert, und es hat mir nicht geschadet. Mangels Süße werden viele Kinder heutzutage der gefährlichen Stange wohl eh von selbst widerstehen…

Wer trotzdem sichergehen will, kann, um den Gehalt an Oxalsäure zu verringern, die Stangen vor Verzehr einweichen, blanchieren oder kochen und das Kochwasser wegzuschütten. Rhabarber mit rotem Fruchtfleisch enthält übrigens weniger Oxalsäure als grüne Sorten, auch mit dem Alter der Stangen steigt der Säuregehalt (weshalb er ja nach althergebrachter Regel auch nur bis Ende Juni/zum Johannistag geerntet werden soll). Und abgesehen von der Oxalsäure versorgt uns speziell der Rhabarber mit den guten Vitalstoffen Vitamin C, Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor & Ballaststoffen. Auch nicht schlecht.

Ach ja, auf dem Markt gekauft habe ich vor allem Bärlauch – angelehnt an dieses Rezept will ich mal einen kleinen Vorrat an haltbarem Bärlauchpesto machen, allerdings mit Olivenöl.

Eine Sammlung veganer Rhabarberrezepte habe ich hier gefunden, inklusive eines interessanten Rezeptes von vollwertigveganem Rhabarberkuchen vom Blog „excusemebutitsmylife„. (Krisi hat noch mehr „lecker Kuchen“, und auch schon ihre liebsten Bärlauchrezepte gepostet). Weitere Saisonrezepte, nach Monaten sortiert, für Muggels oder zum Selberverwandeln gibt’s übrigens auch hier ganz Nette….oder auch auf der www.regional-saisonal.de – Seite. Bei Essen und Trinken hat sich die Sammlung veganer Rezepte auch sehr vergrößert, wenn sie auch nicht saisonal geordnet sind (unter dem Stichwort „vegane Rezepte“). Dafür werden auch vegane Menüs vorgestellt, was man sonst nicht so oft finde.

Ich freue mich jedenfalls, dass „Magermonat März“ vorbei ist und es bald wieder heimisches Obst und Gemüse in Hülle und Fülle gibt.

Oder bei Aldi…

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Ich kaufe inzwischen grundsätzlich nur noch selten bei Discountern ein, was einfach daran liegt, dass ich meine Nahrung bevorzugt beim lokalen Biobauern erwerbe und „bei Aldi“ deshalb nur noch ab und zu Dinge wie Haushaltswaren, Aktionsartikel oder eben mal Bioware aus Sonderaktionen erwerbe, aber nicht etwa den Basiseinkauf mache, wie ja bei Vielen üblich. Trotzdem finde ich grundsätzlich positiv, wenn Discounter vegane und/oder gesunde Sachen anbieten, und dieses Jahr ist der allgegenwärtige Aldi von der Albert-Schweitzer-Stiftung an die erste Stelle gesetzt worden, insbesondere der für mich erreichbare ALDI SÜD, der bzgl. veganer und gesunder Ernährung Fortschritte gemacht hat und weitere Neuerungen plant:

Nicht zuletzt hat der veganfreundlichste Discounter 2017 festgelegt, seinen Kunden vegetarische und vegane Alternativen anzubieten sowie sein Sortiment diesbezüglich laufend zu erweitern. Die Lieferanten werden zudem aufgefordert, auf vermeidbare Kleinstmengen tierlicher Produkte zu verzichten, was das vegane Angebot weiter vergrößern dürfte. Auch im Bereich Kosmetik, Körperpflege, Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel will Aldi Süd verstärkt pflanzliche Rohstoffe nutzen.“ (Zitat aus „Liste veganfreundlichster Supermärkte“ von der Albert-Schweizter-Stiftung

Aldi Süd ist dadurch jedenfalls zum tierfreundlichsten Discounter des Jahres ausgezeichnet worden, und da man immer wieder liest, dass weit über 90% der Bevölkerung bei Aldi einkaufen, ist es ja nicht ganz unwichtig, was dort verkauft wird.

Übrigens: Nachdem AldiSüd im Februar 2015 seine erste Tierwohl-Richtlinie veröffentlicht hatte, erfolgte jetzt eine Aktualisierung, die eine Reihe weiterer Tierschutzthemen aufgreift. So wurden z.B. nicht nur Mulesing-Wolle&Wollprodukte aus dem Aldisortiment genommen, auch Angorawolle wird zukünftig nicht mehr verkauft werden, u. Einiges mehr. (Aktualisierung der Aldi-Tierschutzpolicy)

Ich denke, dass es immer ein gutes Zeichen ist, wenn bei Discountern solche Veränderungen praktiziert werden, denn dann erreicht es alle Menschen und ermöglicht Zugang für Personengruppen, die sich ansonsten keine Gedanken machen oder glauben sich Tierschutz nicht leisten zu können. Und was bei Aldi geht, dürfte ja wohl beim Rest der Branche dann auch keine Ausreden mehr zulassen.

Saisongemüse im März

Saisonal, regional, vor allem auch möglichst frisch sollte es idealerweise sein, und da schlagen Märkte oder der Bauer um die Ecke in aller Regel jeden Supermarkt. Auch die Gemüseabokiste kommt grundsätzlich mit frisch geernteten Sachen, allerdings ärgert mich bei meiner „Regionalkiste“ gerade doch sehr, dass über die Jahre immer öfter „europäisches Gemüse“ als regional interpretiert wird – plus das Problem, dass ich bei größeren Mengen für die ganze Woche in jedem Fall am Ankunftstag sofort verarbeiten und einfrieren muss, denn nach 5 Tagen ist sonst der Vitalstoffwert wahrscheinlich auch nicht mehr höher als nach dem Kauf im Supermarkt. Was Manchen wundert, wenn ich dann sage „lieber frisch vom Aldi als vergammelt aus der Kiste“, denn in unserer Gegend kann man klar beobachten, dass die Discounter tw. täglich frisch beliefert werden, während die anderen Supermärkte ihr Gemüse mit Bedampfung, Abschneiden auffälliger Pflanzenteile (Bsp. gestutzte Frühlingszwiebeln, die ihre Unfrische gerne mit braunen Blattspitzen anzeigen, die dann kurzerhand schön gerade vom Personal zurechtgeschnitten werden) u.a. Tricks den Schein wahren müssen. Da wird der Unterschied zur Biokiste dann relativ. Und ich bin der Überzeugung, dass ein Körper, der mit lebendigen Vitalstoffen gefüttert ist, notfalls auch mit ein paar Pestiziden eher klar kommt als einer, der nur Gammelgemüse kennt. Deshalb empfinde ich die wöchentliche Lieferung bei den Biokisten nicht ideal und versuche Obst & Gemüse wirklich mehrfach wöchentlich einzukaufen, samstags auf dem Markt, dienstags per Biokiste (kleine Größe) und wann immer möglich in Hofläden der Umgebung. (Und, wann immer es geht, mit Sicherheit nicht! im Supermarkt, und wenn, dann höchstens „bei Aldi“);-)…

Aber zurück zur Saison: Ich freue mich auf die bald wieder bunter gefüllten Stände und Verkaufsflächen, obwohl ich so gerne Kohl & co esse, das ich diese im Sommer auch schon mal vermisse.

Oder Rote Bete. Deren Saison geht jetzt zu Ende, zumindest, was die Frischkost angeht. Da sie die geilste Farbe überhaupt im Smoothie liefert, werde ich da bei nächster Gelegenheit noch mal zuschlagen, denn zum Glück lässt sie sich ja eine gute Zeitlang lagern. Ohne besondere Maßnahmen halten sie im Kühlschrank eine Woche gut durch. Man kann sie sogar für zwei bis drei Wochen getrost im Kühlschrank lagern. Allerdings müssen die Knollen dafür vorher in Zeitungspapier einwickelt werden, damit sie in keinem Fall austrocknen.

(Wer sie selber zieht, kann nach der Ernte eine Holzkiste mit Plastikfolie ausschlagen und die dann bis zur Hälfte mit gut angefeuchtetem Sand auffüllen. Die Rote Bete hineinlegen und die Kiste komplett mit Sand auffüllen. Auf diese Weise kann man das Gemüse sogar bis zu fünf Monate lagern, am besten im kühlen Keller, denn je höher die Luftfeuchtigkeit, umso besser ist es für das Gemüse, da es dann nicht so viel Wasser verliert.)

Die einfachste Zubereitungsart von roter Bete ist übrigens die im Backofen: die Knollen mit etwas Öl bestreichen und in Alu-Folie gewickelt bei 200° 1 Stunde lang backen – die Schalen lassen sich danach einfach abreiben. Als Rohkost ist sie schon z.B. mit nur etwas geraspeltem Apfel, nativen Ölen und Zitronensaft (oder Apfelbalsamico) schnell und lecker zubereitet. (Rote Bete ist übrigens eine gute Eisen-, Magnesium-, Kalzium- und Folsäurequelle und genau deshalb für Vegetarier/Veganer besonders interessant.) 

Ausserdem geht auch die Chicorée-Saison dem Ende zu, abgesehen von interessanten Rohkostsalaten finde ich den auch immer gebraten (in gutem Öl geviertelt in der Pfanne, einfach nur mit Walnüssen & ein paar Spritzern Balsamico dazu z.B.) oder auch geschmort oder „gewokkt“ sehr lecker. (Chicorée gilt als natürlicher Fatburner und Cholesterinsenker, enthält viel Kalium, auch Kalzium und den Ballaststoff Inulin.) 

Oder Feldsalat. Seine Hauptsaison hierzulande endet schon im Januar, aber späte Sorten kann man noch bekommen. Ich finde immer faszinierend, dass er wirklich seit der Steinzeit als Nahrungspflanze genutzt wurde, jahrhundertelang allerdings ausschließlich wild gesammelt wurde. Angebaut wird er erst seit etwa 100 Jahren. Und er ist nicht nur „klassisch“ mit Speck zusammen im Salat eine gute Idee (Vitamin-C&A- und auch Eisen-& magnesiumreich), sondern mit allen anderen Blattsalaten, Zitrusfrüchten oder Nüssen sehr vielseitig kombinierbar, und auch im Smoothie macht er sich richtig gut. Nur frisch sollte er wirklich sein, da er seine Vitamine sehr schnell verliert und leider nicht zu den lagerfähigen Gemüsesorten gehört. Ein leckeres und sattmachendes Rezept ist auch der „grüne Kartoffelsalat“, der hier gut beschrieben ist – den Schinken kann man ohne Verluste einfach weglassen, oder durch vorher gut angebratene Räuchertofustückchen ersetzen.

Und was gibts noch? Im März noch aktuell sind frischer Topinambur und Pastinaken-beide übrigens auch durchaus als Rohkost zu genießen, was ich selbst auch noch gar nicht so lange weiß, denn traditionell kennt man eher Kochgerichte

Topinambur wird gerne als „Diabetikerkartoffel“ bezeichnet, denn auch sie enthält Inulin. Inulin beeinflusst den Blutzuckerspiegel nicht und regelt die Abgabe von Glucose ins Blut, womit ein rascher Anstieg des Blutzuckerspiegels zuverlässig verhindert wird. Auch Topinambur kann wie Chicorée schnell mal in Kombination mit Nüssen oder Zwiebeln und ein paar Hefeflocken in der Pfanne angebraten werden, oder auch so wie in diesem empfehlenswerten Rezept. Ebenso als Chipsersatz, Reibekuchen oder Auflauf zubereitet. (Eine generell gute Anleitung, wie man verschiedene Gemüsesorten in Gemüse Chips verwandelt, findet man hier.) Roh schmeckt mir besonders gut die Kombination mit Birne, Walnüssen und Zimt (auch eine Empfehlung für Smoothie-Experimente, die allerdings eher in die Herbstsaison passt.) Und:

Schälen muss man die Knollen übrigens nicht, gutes Abbürsten wie bei Kartoffeln reicht und schont die Vitalstoffe. Bei Pastinaken ist das anders-sie haben oft eine dicke Schale, die schon einen Sparschäler braucht, weil es sonst den Geschmack beeinträchtigt- vor allem bei großen, dicken Stücken. Ansonsten aber sind sich beide Gemüse in Behandlung und den vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten ähnlich, vor allem aber schmeckt auch ein Pastinakensalat richtig gut, man muss sie nicht kochen. 

Weiter freue ich mich im März außerdem noch auf Lauch und Rettich, Rotkohl, Spinat, Weißkohl & vllt. auch Wirsing

Bei all dem gilt: ich esse auch gerne Bananen und die sind nun mal nicht regional! Aber vielseitig verwendbar und ein gesunder Ersatz für Zucker und Süßigkeiten. Wie bei anderen Dingen auch halte ich nichts davon, „Regionalität und Saisonalität“ zur Religion zu machen. Wenn ich Lust auf Blumenkohl habe, wird der ausnahmsweise auch schon mal aus  einem Land gekauft, wo er einfach früher reif ist – es müssen deshalb ja nicht gleich die berühmten „Erdbeeren im Dezember“ sein! Aber in punkto „artgerechte Ernährung“ ist das, was regional gerade wächst eben das gesündeste und eine gute Richtschnur. Und: im Gegensatz zum anonymen Supermarkt habe ich ganz andere Ansprechmöglichkeiten auf dem Markt oder beim regionalen Bauernhof, denn dort kann ich fragen (und bekomme auch kompetente Antwort), ob es sich um Freilandware handelt oder ob das Gemüse aus dem Import stammt. (Natürlich gibt es auch auf Märkten oder in der Biokiste Importwaren, die nicht sofort als solche erkennbar sind – zum Beispiel Chicorée ist sehr selten wirklich Freilandware,  auch wenn er lose verkauft wird.) So bleibt „mein“ Produzent über die Kundenwünsche auf dem Laufenden und ich habe eine echte Chance aufgrund der direkten Information abzuwägen, wie wichtig mir die „richtige“ Region und Saison gerade sind. Bei Schildern im Supermarkt mit Aufschriften wie „Herkunftsland: Marokko/Deutschland oder Spanien/Deutschland“ ist das schlicht nicht möglich.

Der erste Bärlauch.. 

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kommt bald wieder auf den Markt, ein bisschen Geduld braucht man noch, aber es ist für mich immer definitiv der Start in den Frühling, wenn ich am Waldrand bei uns die ersten Blättchen sprießen sehe. Deshalb hier ein einfaches Rezept, das auch an den noch kälteren Tagen ein bisschen Vorfrühlingsfeeling zaubern kann:

Bärlauchcremesuppe 🍵

200 – 300g Bärlauch 🌿 

2 mehlige Kartoffeln 🥔 

1 Zwiebel 

etwas Öl

½ Liter Gemüsebrühe

250 g Pflanzenmilch oder Sahne 🥛

Kräutersalz, Pfeffer

etwas Zitronensaft 🍋 

Die Zwiebeln klein schneiden. Die Kartoffeln waschen und ebenso in kleine Würfel schneiden. Den Bärlauch waschen, klein schneiden und im Öl andünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und 10 Minuten kochen lassen. Alles pürieren, Pflanzenmilch-oder sahne (z.B. aus Mandeln, Cashews oder Samen) dazu, abschmecken und mit ein paar Croutons (aus gewürfeltem getoasten VK-Brot oder Toast) servieren.

 

Brotgewürz schnell selbstgemacht

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Selbst gebackenes Brot ist einfach immer das Leckerste, noch dazu weiß man nur dann, was wirklich drin ist. Für den Heimbäcker werden dazu gerne Einmal-Tütchen mit Mini-Mengen Brotgewürz verkauft, die ich persönlich überflüssig finde, im Grunde sind Tütchen plus eventuelle Plastikhülle nix weiter als zusätzlicher Müll, alleine deshalb sollte man sein Brotgewürz selber zusammenstellen, individueller ist es auch.

Im Grunde reicht etwas Salz, der Rest ist Luxus, macht aber speziell bei Broten mit Roggenmehlanteil die Würzigkeit aus, die man sonst gegenüber gekauftem Brot schnell vermisst. Der klassische Mix ist folgender:

Je 3 Tl Anis und Fenchelsamen sowie 1Tl Koriandersamen im Möser fein zerstoßen, nach Geschmack noch 2-3Tl Kümmel dazugeben. Größere Mengen kann man in Schraubgläsern auch mehrere Wochen aufheben, ich habe allerdings so eine Mischung der ganzen Körner im Glas, die ich jeweils vorm Backen frisch mösere, das garantiert einfach immer das beste Aroma.

Beim Backen rechnet man dann auf ein Kilo Mehl etwa 6-8 g Gewürz.

Buchweizensprossen

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leisten mir mittlerweile fast täglich Gesellschaft, als veganes, rohköstliches Frühstück, als Beilage oder Curryzutat statt Reis oder Quinoa (-die heimische Alternative zum Superfood sozusagen-), als Salat oder auch als Mehl in Gebäck oder Pfannkuchen.

 
Buchweizen ist so herrlich vielseitig, ob tagelang gesprosst, oder, wie hier auf dem Foto nur über Nacht „angesprosst“(also nur ein paar Stunden eingeweicht), er schmeckt in allen Daseinsformen, sogar roh aus der Tüte kann man ihn knabbern, dann ist er allerdings hart und nicht für Jedermann’s Zähne geeignet. 

Darauf gekommen bin ich eigentlich nur durch meine Faulheit, denn ich vergesse abends gerne mal mein Getreide für’s Frühstück vorzuschroten und einzuweichen (mein Standardfrühstück an Werktagen ist seit Jahren der ebenfalls sehr variantenreiche „Bruker’sche Frischkornbrei„) – oder, wenn ich daran denke, fühle ich mich so müde, dass ich diese furchtbar „anstrengendeVorbereitung“ einfach nicht mehr leisten kann…dann kommt Buchweizen ins Spiel, den man morgens auch nur kurz eingeweicht genießen kann, das geht dann neben dem Kaffeekochen oder während der Morgenroutine, ist also sowas wie ein „schnelles Korn„, das als „Getreide-Fastfood“ sogar von der Brukerschen Vollwertkost akzeptiert ist.

Seit ich ein paar Eschenfelder Sprossengläser mein eigen nenne, passiert es übrigens kaum noch, dass kein frisch gesprosster Buchweizen im Haus ist, denn eins der drei Gläser ist im Grunde dauerbelegt, manchmal habe ich auch zeitversetzt Buchweizen in allen drei Gläsern, eben weil er zu soviel passt, dass ich ihn immer gebrauchen kann.

Buchweizensalate finde ich übrigens eine sehr praktische Erfindung für den Winter, weil sie schnell zusammengerührt und gut auf Vorrat machbar sind, im Kühlschrank auch tagelang überleben (natürlich mit etwas Vitaminverlust, also nicht zuuu lange) und damit eine komplette Mahlzeit liefern, auch wenn gerade keine Zeit oder Lust zum Kochen ist. Wenn der verwendete Buchweizen nur gesprosst und nicht gekocht ist, ist es sogar ein Rohkostgericht.

Hier ein einfaches Basisrezept, das man natürlich mit anderen Gemüsesorten jederzeit umgestalten kann:

200 g Buchweizen, 400g Gemüsebrühe, 3 Möhren, 2-4 Frühlingszwiebeln, ein Apfel, je nach Jahreszeit 2 frische oder gewürfelte getrocknete Tomaten, zwei Stängel Petersilie/Dressing: 2-3 Esslöffel Obst-Essig (z.B.Johannisbeeressig), 1 Teelöffel Feigensenf, 1 Teelöffel gekörnter Senf, 4 Esslöffel Olivenöl, Salz und Pfeffer

1.Den Buchweizen in der Gemüsebrühe 15-20 Minuten garen, abkühlen lassen.

2. Aus den Dressing-Zutaten eine Marinade herstellen, sollte es zu dickflüssig sein, evtl.mit etwas Wasser oder Orangensaft verlängern.

3. Die Zwiebeln, Möhren, Tomaten und Äpfel klein würfeln.

4. Alles mit dem Dressing vermischen, gut durchziehen lassen und mit der Petersilie bestreuen. Guten Appetit.

Am Wochenende mal eine paar Lebensmittel besuchen…

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Klingt gaga, ist aber eine nicht unsinnige Idee Biohöfe der Region bekannter zu machen: Schon 242 Betriebe,die ökologischen Landbau betreiben, haben sich vom Bundeslandwirtschaftsministerium zu „Demonstrationsbetrieben Ökologischer Landbau“ ernennen lassen, und bieten jederman die Möglichkeit, bei sich um die Ecke, die Herstellung unserer Lebensmittel und „bio“ mal live zu erleben. Besucherinnen und Besucher können sich deutschlandweit informieren, wie vielfältig der ökologische Landbau ist und wie er funktioniert. Dabei sind nicht nur klassische Gemüseanbauhöfe, sondern z.B. auch Bio-Winzer und Kräutergärtner, natürlich auch Betriebe mit Tierhaltung.

Mittels einer interaktiven Deutschland-Karte kann man nachsehen, welche Betriebe in der Nähe für Besucher geöffnet haben und ob es gerade besondere Angebote & Aktionen oder z.B. einen Hofladen gibt. (hierentlang)
Für Schulklassen und andere Interessengruppen gibt es auch spezielle Programme, bei den Veranstaltungsterminen sind auch für Privatgärtner hilfreiche Kurse zu finden, wie z.B. Obstbaumschnittseminare.

Wer sich näher über die einzelnen Betriebe informieren will, kann sich von den 111 Betrieben, die nach Bioland-Prinzipien wirtschaften, Auch Broschüren auf der Bioland-Verbandseite runterladen. 

Die Seite „Informationsportal des Oekolandbaus“ hat vielseitige Infos & links zu bieten, die man nutzen kann, z.B. auch eine wachsende Rezeptsammlung und downloads zu diversen „Biothemen„. Mal reingucken lohnt sich-ich habe gerade eine Wildpflanzengärtnerei bei mir in der Nähe entdeckt, die ich noch gar nicht kannte.